Spiele sind unser Leben

PC Games vs. Online Games

Es herrscht Krieg da draußen an der Gamingfront. Auf der einen Seite stehen da die PC Spieler. Ausgestattet mit Hardwareausrüstung, die schnell mehrere tausend Euro übersteigen kann, sind sie immer auf der Suche nach der besten und eindrucksvollsten Grafik, überwältigenden Frame-Rates und der Möglichkeit Mitspielern Online die Grenzen des Könnens aufzuzeigen.

Die Online Spieler auf der anderen Seite gehen die Sache eher gelassener an. Mit Spielzyklen die 10-15 Minuten nicht übersteigen und einem weniger hingebungsvollem Equipment, würden diese bei der Frage nach Frame-Rates wohl eher unverständig den Kopf schütteln. Gleiches gilt wahrscheinlich für das Phänomen, Teamkollegen in hitzigen Online-Gefechten per Headset Anweisungen weiter zu geben.

Trotz dieser Gegensätzlichkeiten, wird dieser Krieg nicht, wie man annehmen könnte, von den Spielerparteien forciert. Die Entwickler sind die eigentlichen Kriegstreiber der Spieleindustrie.

Um einen der sogenannten AAA Titel zu produzieren, gemeint sind damit sehr erfolgreiche, cineastisch inszenierte Spieletitel, bedarf es eine Menge an Zeit, Ressourcen und Aufwand. Kassenschlager wie Crysis, Battlefield, Total War und Skyrim gehören zu eben diesen AAA Titeln, werden medienwirksam via TV und Internet vermarktet und werden eifrig in Communityforen diskutiert und ausgewertet. Als Zielgruppe haben sich diese Veröffentlichungen den PC Gamer mit hochgezüchtetem Hardwareequipment ausgewählt und wurden deshalb bis vor Kurzem auch ausschließlich für diesen Markt entwickelt.

Mit dem Aufkommen von Social Media Plattformen, wie Facebook und den sich weiterentwickelnden Technologien des Webs, entsteht für die Gamingindustrie ein völlig neuer Absatzmarkt. Der Gelegenheitsspieler.

Dazu gehören all Jene, die nur für eine kurze Dauer auf Spiele zurückgreifen möchten. Um einen Moment den Kopf frei zu bekommen, oder sich in einer Wartepause abzulenken, stellen Online Games für Gelegenheitsspieler eine willkommene Abwechslung dar. Diese Spiele sind in ihrer Entwicklung und Unterhaltung kostengünstig, einfach in der Bedienung, kommen ohne anspruchsvolle Systemanforderungen aus und in der Regel sehr unterhaltsam.

Schwer zu sagen, wer letzten Endes das Rennen im Kampf um die Gunst der Spielerinnen und Spieler gewinnen wird. Doch die Öffentlichkeit ist sich einig, dass beide Parteien weiterhin den Markt mit ihren jeweiligen Produkten bedienen werden, was sollten sie auch Anderes tun. Es wird jedoch interessant zu beobachten sein, wie sich die Auseinandersetzung über die nächsten Jahre entwickeln wird und welche neuen Ergebnisse sie zu Tage fördert. Sicher ist aber bereits jetzt schon die Tatsache, dass Konkurrenz noch Keinem geschadet hat. Gleiches gilt wohl auch für die Gamingindustrie.